Welche Lerninhalte: Lehrplan und Lernziele.
Grundsätzlich orientiert sich der Lehrplan mit seinen Lernfeldern an betrieblichen Handlungsfeldern. Ziel ist es, durch theoretische und praktische Kenntnisvermittlung zu beruflicher Handlungskompetenz zu führen.
In jedem Lernfeld werden fachtheoretische, praktische und allgemeinbildende Aspekte eines Arbeitsprozesses verknüpft und geschlechtsspezifische Fragen berücksichtigt. Dazu gehört auch, dass Aspekte der Persönlichkeitsbildung, ethische und religiöse Aspekte sowie Teamfähigkeit, Methoden- und Sozialkompetenz gefördert werden.
Inhalte in Theorie und Praxis
Fach: Pflege und Betreuung
Anatomische Grundlagen erlernen: Herz-Kreislauf, Amtungsorgane und Blut, Bewegungsapparat, Verdauungs- und Ausscheidungsorgane, Urogenitalsystem, Sinnesorgane und Nervensystem.
Erlernen von Zusammenhängen der Körpersysteme, Möglichkeiten und Gefahren bei Schädigungen körperlicher Systeme, Vorbeugungsmaßnahmen, Zusammenhänge von körperlichen Einschränkungen mit dem Lebensumfeld, der Lebens- und Ernährungsweise.
Faktoren (er)kennen, die die körperliche Belastbarkeit akut und dauerhaft schädigen, sowie Auswirkungen der Einschränkungen körperlicher Belastbarkeit erkennen. Unterstützung betroffener Menschen bei alltäglichen Verrichtungen im stationären, teilstationären und ambulanten Bereich.
Erlernen von Pflegeassistenz bei spezifischen Erkrankungen (z.B. Arthrose und Arthritis, Multipler Sklerose, Morbus Parkinson, Demenz, Schlaganfall, u.a.), bei chronischen Erkrankungen, bei spezifischen Pflegehandlungen (Umgang mit Anus praeter, enterale Ernährung über Sonde, etc.) sowie Assistenz bei Hygiene-maßnahmen, Unterstützung bei der Förderung der Selbstpflegefähigkeiten Betroffener und Erkennen von Denk- und Wahrnehmungsstörungen bei zu pflegenden Personen.
Fach: Grundlagen der Pflege
Begleitung des Pflegepersonals bei zu pflegenden Personen, zum Erkennen, Bewerten und Dokumentieren aktueller und sich verändernder Situationen. Erfassung und Begreifen des Pflegeprozesses und Umsetzung in die Pflegesituation. Erlernen von Möglichkeiten, die Eigenverantwortlichkeit zu pflegender Personen im Rahmen aktivierender Pflege zu fördern.
Erkennen von gesundheitsschädigenden und gesundheitsfördernden Verhaltensweisen. Reflektieren eigenen Verhaltens. Wissensvermittlung zu Hygieneregeln, nosokomialen Infektionen deren Ursuchen und Übertragungswege, Hygieneverfahren zur Infektionsverhütung und Schutzmaß-nahmen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Heimen. Schulung des Erkennens von Anzeichen und Ursachen von bedrohlichen Erkran-kungen und Notfällen sowie Sofortmaßnahmen und zielgerichtete Anforderung von fachkundiger Hilfe.
Wissenserwerb für die Palliativpflege: Besonderheiten bei der Versorgung Sterbender sowie Umgang mit deren Angehörigen. Anzeichen des Sterbens erkennen, sichere und unsichere Todeszeichen unterschiedene, Mithilfe bei der Versorgung Verstorbener. Wesen und Bedeutung des Sterbens sowie kulturelle Besonderheiten diskutieren und reflektieren.
Fach: Deutsch und Kommunikation
Training von situationsgerechter verbaler und nonverbaler Kommunikation und angemessenen Umgangsformen. Vermittlung wertschätzender Gesprächshaltung ebenso wie sachbezogener Kommunikation und fokussierter Informationsweitergabe.
Zugängig machen unterschiedlicher relevanter Informationsquellen, Erlernung gebräuchlichen Fachvokabulars, Training und Ausbau von Kommunikationsformen und –fähigkeiten.
Fach: Berufskunde, Rechtskunde, Sozialkunde
Vermittlung der Bedeutung der Rechte und Pflichten innerhalb der Ausbildung und der späteren beruflichen Tätigkeit. Beachtung der gesetzlichen Bestimmung bei pflegerischem Handeln.
Wissensvermittlung zu den Aufgaben und Zuständigkeiten der verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen sowie weiterer für die Zusammenarbeit relevanter Berufsgruppen. Informationen zu Trägern und Einrichtungen im sozialen bereich, in der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege sowie deren organisatorische Strukturen und Aufgabengebiete.